Surinam? Für viele ist das kleinste Land in Südamerika eine große Unbekannte. Surinam bietet viel Schönes, wie den Regenwald, der über 90 Prozent der Landesfläche einnimmt – aber genau diese Urwälder sind bedroht. Deshalb wurde am Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung gebetet. Jedes Jahr, immer am ersten Freitag im März, feiern Menschen weltweit den Weltgebetstag. Der Gottesdienst wird jährlich von Frauen aus einem anderen Land vorbereitet. Diese Frauen sind Mitglieder in unterschiedlichen christlichen Kirchen. Auch in unzähligen Gemeinden in ganz Deutschland organisieren und gestalten Frauen in ökumenischen Gruppen den Weltgebetstag.
Die diesjährige Liturgie unter dem Thema „Gottes Schöpfung ist sehr gut“ wurde von katholischen und evangelischen Frauen für den Gottesdienst in Viernheim aufgegriffen. Im Mittelpunkt steht die Schöpfungsgeschichte und das Beten darum, wie man die Schöpfung bewahren, schützen und erhalten kann. Im evangelischen Gemeindezentrum gibt es zunächst eine Einführung in die Lebenssituationen der Frauen im Surinam, deren Vorfahren aus Indien, China, Afrika oder den Niederlanden nach Südamerika kamen. In Sätzen wie „Wir versuchen von der Natur zu leben“, „Unser Regenwald ist die Lunge der Erde“ und „Wir sind dankbar für die Wasservorräte“ wird die Verbundenheit zur Natur deutlich, aber auch die Sorge: „Der Abbau von Gold und Bauxit verseucht unser Wasser“.
Die Schöpfungsgeschichte aus dem 1. Buch Mose ruft in Erinnerung, wie Gott die Erde und all ihre Bewohner geschaffen hat. „Seht, alles was Gott gemacht hat, ist wunderbar“, beten die Frauen und Männer im Gottesdienst. In den Fürbitten geht es darum Denken und Tun zu verändern, damit der Lebensraum von Mensch und Tier geschützt bleibt. Nach dem Abschlusssegen ist die Reise nach Surinam aber noch nicht zu Ende: Bei kulinarischen Spezialitäten wie einer Soja-Suppe und Kokoskuchen sitzen die Viernheimer Frauen und Männer nach dem Gottesdienst zusammen.

Text: Sandra Usler

Fotogalerie Weltgebetstag Surinam

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