Bei ihrem „M“-Fest überreichten die Vorstandsmitglieder des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) ihre diesjährigen Spenden. Das „M“ steht nämlich nicht nur für Maria und Mai, sondern auch für „Money“. Nach einer kurzen Maiandacht in der Marienkirche waren die Frauenbundmitglieder und die Gäste zum gemütlichen Beisammensein mit Maibowle ins Pfarr- und Jugendheim eingeladen. Als die Gläser mit Gurke-Melone-, Waldmeister- und Erdbeerbowle gefüllt waren, wechselten vier Spendenschecks die Besitzer. Seit Jahren ist es üblich, dass der Frauenbund mit dem Erlös der Frauenfastnacht karitative, kirchliche, soziale oder auch gesellschaftliche Zwecke unterstützt. In diesem Jahr wurde der Betrag von 3.500 Euro ausgeschüttet. Frauenbund-Vorsitzende Ursula Scheidel erläuterte auch kurz, warum der Reinerlös vor einigen Jahren noch höher war: „Zum einen haben wir nur noch zwei närrische Abende, zum anderen sind gleichzeitig die Unkosten gestiegen.“ Die Spendensumme der Fastnacht verteilt sich – wie immer – auf mehrere Projekte.
500 Euro gehen an das Jugendwerk Brebbia. Gaby Schnabel, die im Vorstand des Trägervereins ist, durfte den Scheck schon mal halten. Das Geld gibt es aber erst im Herbst, und zwar vor Ort, wenn eine 45-köpfige Frauenbund-Gruppe die Einrichtung am Lago Maggiore besucht.
Einen Scheck über die gleiche Summe durfte Inge Adler an den Verein „Diabetes-Projekt The Gambia“ übergeben. Über persönliche Beziehungen war der Kontakt zu der Hilfsorganisation geknüpft worden. Der Vereinsvorsitzende Roland Schindler war aus Stetten angereist, um die Spende entgegen zu nehmen und sein Projekt vorzustellen. Der Verein kümmert sich um die Versorgung von Diabetes-Kranken in Gambia. Mit den Spenden wird die Versorgung mit Insulin, Medikamenten, Messgeräten und Teststreifen sichergestellt. In Kürze fliegt Familie Schindler wieder Insulin nach Gambia. „Mit Diabetes und ohne Insulin kann dort nämlich niemand überleben“, erzählte er.
Der größte Teil der Spenden bleibt in Viernheim und wird wohl im Garten der Kindertagesstätte Johannes XXIII. „verbaut“. Mit der Erweiterung um zwei Gruppenräume im Basement wurde auch mehr Platz im Außengelände geschaffen. Dort fehlt es jetzt noch an passenden Spielgeräten – TÜV-geprüft und allen Normen entsprechend. Rund 30.000 Euro wurden für Schaukel und Fußballtor und weitere Geräte veranschlagt. „Mit dieser Spende kommen wir ein gewaltiges Stück weiter“ freute sich Ramona Heiland vom Elternbeirat, die zusammen mit Simone Klemm und der Kita-Leitung Elisabeth Schmitt und Martina Hehn die Spende entgegen nahm.
Der KDFB unterstützt mit dem Erlös aus der Fastnacht weiterhin auch die beiden Pfarrgemeinden Johannes XXIII. und St. Hildegard-St. Michael, die ihre Räumlichkeiten für Veranstaltungen und Proben zur Verfügung stellen.

Text: Sandra Usler

Fotogalerie M-Fest

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