Frauen unterstützen Frauen: Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) hat den Erlös der diesjährigen Frauenfastnacht gespendet.  

Statt eines „M“-Festes im Mai wurde diesmal ein „W“-Fest gefeiert. Bevor die Mitglieder und Gäste aber „Weck, Worscht und Woi“ genießen konnten, wechselten vier Spendenschecks die Besitzer. Seit Jahren ist es üblich, dass der Frauenbund mit dem Erlös der Frauenfastnacht karitative, kirchliche, soziale oder auch gesellschaftliche Zwecke unterstützt. In diesem Jahr wurde der Betrag von 4.000 Euro ausgeschüttet, wie die Vorstandsmitglieder Marion Schmid, Inka Träger und Sandra Usler den Mitgliedern berichteten.
Die Spendensumme der Fastnacht verteilt sich – wie immer – auf mehrere Projekte. Der KDFB bedenkt zum einen mit jeweils 500 Euro die beiden Pfarrgemeinden Johannes XXIII. und St. Hildegard-St. Michael, die ihre Räumlichkeiten für Veranstaltungen und Proben zur Verfügung stellen. Mit dem Löwenanteil des Erlöses unterstützen die Viernheimerinnen in diesem Jahr andere Frauen. 1.000 Euro gehen an das Frauen- und Kinderschutzhaus Heckertstift. „Hier können alle Frauen und Kinder unterkommen, die eine Form von Gewalt erfahren“, stellte Mitarbeiterin Dagmar Bach die Arbeit des Heckertstifts vor, das vom Caritasverband Mannheim getragen wird. Die Spende des KDFB fließt zum großen Teil in die Gestaltung des Außengeländes. „Wir werden Gartenmöbel anschaffen, damit Frauen und Kinder auch zusammen draußen sitzen können“, erzählt Bach.

Die größte Spende in Höhe von 2.000 Euro schickt der Frauenbund nach Burkina Faso. Drei Vorstandsmitglieder des Viernheimer Frauenbund sind auch gleichzeitig im Yaa-Soma-Freundeskreis engagiert und waren im Januar in Burkina Faso. Dort haben sie im Ort Kamsi ein Projekt kennengelernt, das ausschließlich von Frauen betrieben wird. „Auf einem großen Gartenareal wird Gemüse angebaut, mit dem die Frauen sich und ihre Familien versorgen können“, berichtet Christina Feifer. Doch das Areal ist ungeschützt, immer wieder kommen Tiere und fressen die Pflanzen und die Ernte weg. Yaa Soma will eine Umzäunung realisieren – und mit der Spende des Viernheimer Frauenbunds kann dieses Vorhaben für das Frauenprojekt in Kamsi jetzt umgesetzt werden.

Text: Sandra Usler
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